Eine Person wird in den Oberarm geimpft.

Impfaktionen von Obdachlosenhilfe

Wohnungslose nehmen Impfangebote gut an

Seit Anfang Mai werden wohnungslose Menschen nach einem Erlass des Innenministeriums gegen das Corona-Virus geimpft. Um die Menschen ohne Obdach zu erreichen, werden vielerorts mobile Teams eingesetzt. Etliche Obdachlosenhilfen stellen ihre Einrichtungen für die Impfaktionen zur Verfügung und leisten wichtige Unterstützungsarbeit. So wie beispielsweise das Gast-Haus in Dortmund und der Verein für Gefährdetenhilfe (VfG) in Bonn, beide Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW.

Impfung der Obdachlosen hat hohe Priorität

Mit den zahlreichen deutschlandweiten Impfaktionen für Obdachlose wird die Impfkampagne mit Hilfe der Kommunen weiter vorangetrieben. Die Unterstützung durch die Mitarbeitenden von Obdachlosenhilfen und Sozialarbeiter*innen ist essentiell, da sie wissen, wie die Wohnungslosen am besten angesprochen werden und wo sie sich aufhalten. Viele der obdachlosen Bürger*innen sind außerdem einfacher zu erreichen, wenn sie an vertrauten Orten geimpft werden. Es ist sehr wichtig, möglichst viele Wohnungslose rasch zu impfen, da ein Großteil der Menschen unter Vorerkrankungen leiden und sie deshalb häufig zur Risikogruppe zählen. Durch die Impfungen können die Menschen wieder ohne Angst in den Unterkünften der Wohnungslosenhilfe übernachten und bekommen ein Stück Normalität zurück. Die obdachlosen Menschen werden mit dem Vakzin von Johnson & Johnson geimpft, weil hier eine Impfung ausreichend ist.

Gast-Haus richtet provisorisches Impfzentrum in Dortmund ein

Das Gast-Haus hat für die Impfaktion ihrer Besucher*innen Anfang Mai extra ein provisorisches Impfzentrum im Freizeitzentrum West (FZW) in Dortmund aufgebaut. In Zusammenarbeit mit mehreren Akteur*innen wie Ärzt*innen und einem Team vom Klinikum Dortmund, ehrenamtlichen Ärzt*innen und MTA-Kräften, dem Rettungsdienst der Malteser Dortmund und dem Ärzte- und Assistenzteam des Mobilen Medizinischen Dienstes des Gast-Hauses wurden die Impfungen organisiert und durchgeführt. Bereits am ersten Tag nahmen zur Freude der Verantwortlichen etwa 150 Gäste das Impfangebot wahr.

Verein für Gefährdetenhilfe impft in verschiedenen Einrichtungen

Auch in mehreren Einrichtungen des VfG in Bonn wurden wohnungslose und dort betreute Menschen geimpft. Die Impfungen fanden unter anderem in der Notunterkunft im Haus Sebastian statt, in dem aktuell rund 100 Menschen untergebracht sind. Die Impfbereitschaft unter den Wohnungslosen war auch in Bonn hoch.

 


Bild: © Sebastian Sellhorst/bodoev.de